Porträt eines Vertragsarbeiters aus Mosambik

Das Neue Deutschland veröffentlicht ein Porträt über Serafim Manhice, der aus Mosambik als Vertragsarbeiter in die DDR kam und dreimal die BRD verlassen musste und immer wieder gekommen ist.

Trotzdem wurde er zweimal abgeschoben, 1991 und 1994. Mosambik war für ihn jedoch nur wenig lebenswert. 500 Jahre Kolonialismus und ein 16 Jahre dauernder Bürgerkrieg hatten dem Land zugesetzt. Es lag wirtschaftlich völlig am Boden. In Maputo hielt er es nur wenige Monate aus. Dann brach er wieder auf und gelangte über Portugal nach Berlin. Mehr und mehr wurde die ehemalige Mauerstadt sein Zuhause, in Berlin wurde er Vater. 1997 kam seine Tochter Nelly zur Welt. Doch einen geregelten Status brachte ihm seine junge Familie nicht, denn Nellys Mutter Hong Nguyen kommt aus Vietnam und war ebenfalls Vertragsarbeiterin.

Hinweis von Marina Mai

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Ehemaliger Vertragsarbeiter in Abschiebehaft

Der Berliner Tagesspiegel berichtet über einen ehmaligen algerischen Vertragsarbeiter, der nach 33 Jahren Aufenthalt in Deutschland jetzt abgeschoben werden soll:

Wie berichtet war Djeziri einst als Vertragsarbeiter in die DDR gekommen. 33 Jahre lang, davon die letzten 26 ununterbrochen, hat er in Deutschland gelebt und gearbeitet und nach dem frühen Tod seiner Frau die Kinder allein großgezogen. Nach Einschätzung von Seelsorger Fricke hat er „einfach Pech gehabt, dass sein Aufenthaltsstatus nie richtig geklärt wurde“.