Zuwanderung aus Bulgarien

Anlässlich eines taz berlin-Interviews zur Debatte um Armutszuwanderung erklärt die Integrationsbeauftragte von Marzahn-Hellersdorf Elena Marburg:

Keine Herkunftsgruppe ist homogen. In Berlin leben rund 1.500 deutsche Staatsbürger mit bulgarischem Migrationshintergrund. Darunter sind viele Musiker, Künstler und Gastronomen, die noch von der DDR als Spezialisten angeworben wurden. Darunter sind auch Menschen, die wie ich der Liebe wegen in die DDR kamen.


Artikel von Angelika Nguyen

Angelika Nguyen schreibt in der Hinterland über die transnationle Beziehung ihrer Eltern, ihr Aufwachsen in der DDR und die Rassismuserfahrungen von damals bis heute.

Hinweis von Marina Mai


Laos, Moskau, Potsdam

Über einen Artikel in der sonntaz (nicht online) bin ich auf ein Buch aufmerksam geworden:

André Kubiczek: Der Genosse, die Prinzessin und ihr lieber Herr Sohn (erschienen im Piper Verlag)

Der Verlag bewirbt das Buch mit:

Was geschieht, wenn sich eine laotische Prinzessin in einen DDR-Arbeitersohn verliebt? Sie gründen in Potsdam eine Familie.

Die sonntaz-Rezension ist eher zurückhaltend zur Qualität des Buches.

Nachtrag 11.06.12: Hier noch ein taz-Interview mit André Kubiczek.


Migrationsgeschichten

Im Buch „Deutschland mit beschränkter Haftung“ (Herausgegeben von Maricarmen de Saavedra, 2009, Patchworldverlag) gibt es verschiedene ‚Migrationsgeschichten‘, die auch die DDR berühren:

  • Im Beitrag von Parto Therani-Krönner (135-138) ein Verweis auf die Iranerin Shahnaz Alami, die an der HU in Iranistik promoviert hat
  • Violetta Rudat, „Der Gast bringt mit sich das siebenfache Glück“, 151-166 – Ehemigration aus Abchasien
  • Pierre Botembe, „Bitte den Geist des Landes, dich als Freund aufzunehmen“, 255-275 – zweimal aus der BRD in die DDR gegangen, um dort zu studieren (beim erstenmal hatte er kein Aufenthaltsrecht in der BRD mehr)
  • Carlos Medina, „Und was ist nun Heimat? Die Reise nach Ithaka“, 276-298 – Exil aus Chile