Der Gast

Quan Hong Le: Der Gast in der Reihe berlinfolgen der taz:

„Quan Hong Le … nach dem Abitur geht er 1987 nach Ost-Berlin als Gastarbeiter. 1989 lernt er seine Frau, die ebenfalls aus Hanoi stammt, bei der Arbeit kennen. Nach der Wende haben sie verschiedene befristete Aufenthaltsgenehmigungen bis sie 2001 die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten.“

Hinweis von Marina Mai

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MDR zu Vietnames_innen in (Ost)Deutschland

hier

inklusive Statistiken zur Zahl von Menschen mit vietnamesischer Staatsbürger_innenschaft in der BRD 2011 und Einbürgerungen sei 1981.

Hinweis von Marina Mai


Perspektiven auf die Einheiten

Die Frankfurter Rundschau berichtet unter der Überschrift Der andere Blick auf die Einheit von einer Veranstaltung mit dem Titel „Typisch deutsch?“, bei der auch aus migrantischer Perspektive auf die Vereinigung geschaut wurde.

Hinweis von Marina Mai


Vater und Tochter

RADIO „DIE STIMME VIETNAMS“ berichtet darüber, wie die deutsche Tochter eines Vietnamesen, der in der 1980ern als Auszubildender (vermutlich Vertragsarbeiter, oder?) in der DDR war, und dieser Vietnamese sich nach 24 Jahren wieder gefunden haben.

Hinweis von Marina Mai


Deutschsprachig in Südostasien

In der sonntaz stellt Edith Kresta mehrere deutschsprachige Südostasiat_innen vor, die im Tourismus tätig sind. Für einige von ihnen ist die DDR biographisch bedeutend:

Nguyen Anh Tuan. Von 1981 bis 1985 in Deutschland. TU Dresden und Zentrales Institut für Schweißtechnik in Halle. Heute: Reiseleiter in Hanoi.

Le Quoc Anh ist 1982 in Hanoi geboren. 1992 übersiedelte er mit seiner Mutter nach Frankfurt am Main zu seinem Vater. Der hatte als Vertragsarbeiter in der DDR gearbeitet. Heute arbeitet Le Quoc Anh für Vietnam Airlines in Frankfurt und fährt regelmäßig nach Vietnam.

Vietnam Fo, die Moritzburgerin. 1956, sie war 11 Jahre alt, fuhr sie mit dem Zug von Vietnam nach Moritzburg in der DDR ins Internat. Fo kam 1962 zurück nach Hanoi, machte dort Abitur und studierte ab 1968 an der Martin-Luther-Universität in Halle Chemie. 1972 ging sie zurück nach Vietnam, wo sie als Chemieingenieurin arbeitete. Heute ist sie Reiseführerin und Geschichtsvermittlerin.

Kham Chan, goldener Mond, lebte von 1987 bis 1997 in Deutschland. In Halle studierte er bis zur Wende „Kommunismus“. Nach der Wende kam er, wie er es ausdrückt, „auf die schiefe Bahn“. Zurück im laotischen Luang Prabang arbeitet er als Minenentschärfer und inzwischen als Reiseleiter.

Yim Dima lebte von 1971 bis 2003 in Berlin. Er studierte Volkswirtschaft in der DDR und arbeitete in der kambodschanischen Botschaft. Nach dem Tod seiner deutschen Frau kehrt er 2003 zurück ins kambodschanische Siem Reap. Er arbeitet dort heute als Reiseleiter.

Der Reiseveranstalter Vu Minh Anh sagt im sonntaz-Interview zu deutschsprachigen Reiseleiter_innen:

Angesichts der stark wachsenden Zahl von deutschen Touristen ist das Angebot an deutschsprachigen Reiseleitern nicht sonderlich groß. Es ist zum großen Teil eine bestimmte Generation von Leuten, die in der DDR studiert und dort gearbeitet hat und eigentlich in anderen Berufen qualifiziert wurde. Deshalb ist es nicht immer leicht, gute Guides zu finden. Oder es sind ganz junge Leute, die jetzt in Vietnam deutsch studiert haben.


Verklärung der DDR

Marina Mai schreibt in der taz-Berlin über die Proteste von DDR-Nostalgiker_innen gegen die Veranstaltungsreihe Bruderland ist abgebrannt in Treptow-Köpenick.Die Existenz von Rassismus und Ausbeutung in der DDR scheint pauschal abgestritten zu werden.

Nachtrag 23.10.12: Ein weiterer Artikel von Marina Mai zu der Diskussion und einer Veranstaltung zu Rassismus in der DDR.

Nachtrag 03.11.12: Noch ein taz berlin-Artikel zur Veranstaltugnsreihe.


Soko Leipzig

In ihrem Artikel „Von Fröschen und Hunden: Soko Leipzig und das (V)erkennen der vietnamesischen Diaspora in Deutschland (in: Kien Nghi Ha (2012, Hrsg.), Asiatische Deutsche, Berlin: Assoziation A, 43-56) analysiert Mita Banerjee die Folge „Lügen und Geheimnisse“ der Serie „Soko Leipzig“ vom 17. November 2006.