MDR zu Vietnames_innen in (Ost)Deutschland

hier

inklusive Statistiken zur Zahl von Menschen mit vietnamesischer Staatsbürger_innenschaft in der BRD 2011 und Einbürgerungen sei 1981.

Hinweis von Marina Mai


Perspektiven auf die Einheiten

Die Frankfurter Rundschau berichtet unter der Überschrift Der andere Blick auf die Einheit von einer Veranstaltung mit dem Titel „Typisch deutsch?“, bei der auch aus migrantischer Perspektive auf die Vereinigung geschaut wurde.

Hinweis von Marina Mai


Vater und Tochter

RADIO „DIE STIMME VIETNAMS“ berichtet darüber, wie die deutsche Tochter eines Vietnamesen, der in der 1980ern als Auszubildender (vermutlich Vertragsarbeiter, oder?) in der DDR war, und dieser Vietnamese sich nach 24 Jahren wieder gefunden haben.

Hinweis von Marina Mai


Schwieriges Erinnern

Die taz berlin berichtet über die Schwierigkeiten in Eberswalde an den ermordeten Amadeu Antonio zu erinnern.


Soko Leipzig

In ihrem Artikel „Von Fröschen und Hunden: Soko Leipzig und das (V)erkennen der vietnamesischen Diaspora in Deutschland (in: Kien Nghi Ha (2012, Hrsg.), Asiatische Deutsche, Berlin: Assoziation A, 43-56) analysiert Mita Banerjee die Folge „Lügen und Geheimnisse“ der Serie „Soko Leipzig“ vom 17. November 2006.


taz-Panter-Preis-Nominierung für ehemaligen Vertragsarbeiter

Und auch bei der taz wird ein ehemaliger Vertragsarbeiter aus Mosambik vorgestellt. Emiliano Chaimite ist für den taz-Panter-Preis nominiert.

Eigentlich hatte er gar nicht geplant, sein Leben in Deutschland zu verbringen. Als er 1986 hierherkam, wollte er nur eine Ausbildung machen und dann wieder nach Mosambik zurückkehren. Sein Heimatland befand sich im Bürgerkrieg, für den 20-Jährigen gab es kaum berufliche Chancen. Da passte es, dass die DDR Facharbeiter aus „sozialistischen Bruderländern“ suchte.


Porträt eines Vertragsarbeiters aus Mosambik

Das Neue Deutschland veröffentlicht ein Porträt über Serafim Manhice, der aus Mosambik als Vertragsarbeiter in die DDR kam und dreimal die BRD verlassen musste und immer wieder gekommen ist.

Trotzdem wurde er zweimal abgeschoben, 1991 und 1994. Mosambik war für ihn jedoch nur wenig lebenswert. 500 Jahre Kolonialismus und ein 16 Jahre dauernder Bürgerkrieg hatten dem Land zugesetzt. Es lag wirtschaftlich völlig am Boden. In Maputo hielt er es nur wenige Monate aus. Dann brach er wieder auf und gelangte über Portugal nach Berlin. Mehr und mehr wurde die ehemalige Mauerstadt sein Zuhause, in Berlin wurde er Vater. 1997 kam seine Tochter Nelly zur Welt. Doch einen geregelten Status brachte ihm seine junge Familie nicht, denn Nellys Mutter Hong Nguyen kommt aus Vietnam und war ebenfalls Vertragsarbeiterin.

Hinweis von Marina Mai


Treffen ehemaliger Vertragsarbeitender

Die Lausitzer Rundschau berichtet über ein Treffen ehermaliger vietnamesischer Vertragsarbeitender:

Ein Vierteljahrhundert nach der Ankunft in Cottbus sind am Sonntag 400 frühere vietnamesische Vertragsarbeiter des Textilkombinates zum 2. Traditionstreffen in Sachsendorf zusammengekommen.

Hinweis von Marina Mai


Ehemaliger Vertragsarbeiter in Abschiebehaft

Der Berliner Tagesspiegel berichtet über einen ehmaligen algerischen Vertragsarbeiter, der nach 33 Jahren Aufenthalt in Deutschland jetzt abgeschoben werden soll:

Wie berichtet war Djeziri einst als Vertragsarbeiter in die DDR gekommen. 33 Jahre lang, davon die letzten 26 ununterbrochen, hat er in Deutschland gelebt und gearbeitet und nach dem frühen Tod seiner Frau die Kinder allein großgezogen. Nach Einschätzung von Seelsorger Fricke hat er „einfach Pech gehabt, dass sein Aufenthaltsstatus nie richtig geklärt wurde“.


Integrationsausschüsse in den Berliner BVVs

Nach dem neuen Integrationsgesetz in Berlin müssen alle Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) einen Integrationsausschuss einrichten. In diesem Ausschuss sollen die Bürgerdeputierten vorzugsweiese einen sogenannten Migrationshintergrund haben. Das führt dazu, dass in den Berliner Ost-Bezirken auch ehemalige Vertragsarbeiter_innen zu diesem politischen Amt kommen können.

Nach Auskunft von Marina Mai sind sowohl in Treptow-Köpenick wie in Lichtenberg ehemalige Vertragsarbeiterinnen aus Vietnam zur Bürgerdeputierten im Integrationssausschuss berufen worden: Thi Nguyet Huong Vu in Treptow-Köpenick (Sozialarbeiterin im Verein Dialog) und
Bui Duc Hoa in Lichtenberg (Dozentin an der Volkshochschule). In Marzahn-Hellersdorf wurde Huy Thao Phan (Sozialberater bei der Reistrommel) stellvertretender Bürgerdeptutierter.

In den Ost-Bezirken wurden aber auch durchaus auch West-Migrant_innen Bürgerdeputierte. So wurde, zum Beispiel, in Treptow-Köpenick eine Neuköllnerin mit sogenanntem türkischen Migrationshintergund Bürgedeputierte (und ich ihre Stellvertreterin).